Die geküsste Prinzessin
11. Februar 2010 von Nora
Es fing wie immer harmlos an: Meine knuddelfanatischen Eltern küssten mich hin und wieder, mal ein Abschiedskuss, mal ein Gutenachtkuss. Die meisten Kleinkinder kennen vermutlich dieses grenzüberschreitendes Eindringen in die private Gesichtssphäre, da hilft nur lächeln und auf späte Rache im Altersheim hoffen. Meine Eltern wurden jedoch immer gieriger und küssten mit der Zeit zunehmend enthusiastisch und auch deutlich feuchter. Ja und so kamen dann langsam diese grüne Flecken…
Die eiligst eingerichtete dermatologische Task-Force erkannte schnell das Problem und diagnostizierte die weltweit gefürchtete “amphibiologische Eskapismusmetamorphose”. Ich verwandelte mich in einen Froschkönig.
Welch ein hartes Schicksal! Schon für viele Berühmtheiten endete mit dieser Diagnose eine märchenhafte Karriere. Denken wir beispielsweise nur an unseren Ex-Außenminister Joschka, der als “Grüner” zum Schluss nur noch “Quaak” gesprochen hatte.
Meine beiden Erzeuger nehmen es nun wie immer äußerst pragmatisch. Sie haben mein rotes Zimmer in ein grünes Feuchtbiotop mit Tümpel verwandelt und verlangen von den zahlreichen Besuchern nun Eintritt. Beim ZDF haben sie auch schon ein Praktikum als Wetterfrosch organisiert. Und das Beste: Sie küssen mich nun auch nicht mehr so häufig.





Och nein wie süss die Kleine ist! Echt putzig. Wirklich sehr niedlich! Aber die Gesichtsfarbe war doch sicherlich nachher überall zu finden oder?!
liebe Grüße!